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12. November 2018

FP-Seidl: Möglicher Knalleffekt in der U-Kommission

Wien (OTS) - "Wenn die morgigen Zeuginnen in der U-Kommission nicht wie manch anderer Befragter von Vergesslichkeit geplagt sind, dann könnten wir der Aufklärung des Milliardenskandals KH Nord einen großen Schritt näher kommen", weiß der Gesundheitssprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Wolfgang Seidl. Obwohl Ex-Gesundheitsstadträtin Wehsely im Vorfeld der Befragung die Schuld von sich weist, geht aus Zeugenaussagen hervor, dass die politische Verantwortung für den Skandalbau bei ihr liegt. "Wehsely hat geordnete Strukturen zerschlagen und mit Marhold und Koblmüller zwei erfahrene Manager gegen Janßen und Balazs ersetzt. Auch die Beauftragung von Architekt Wimmer, der keinerlei Erfahrung im Krankenhausbau mitbrachte, fiel in ihre Verantwortung. Zudem ist die Entscheidung, das Krankenhaus am Grundstück der ÖBB zu errichten, zufällig ein paar Tage vor der SPÖ-Klubklausur in Rust gefallen - all das kostet die Wiener Steuerzahler enorm viel Geld", fasst Seidl zusammen. Auch, dass sowohl Janßen als auch Balazs "politische Aufpasserinnen" aus den Reihen des linkslinken VSStÖ zur Seite gestellt wurden war eine Entscheidung des Stadtratbüros Wehsely. "Wehselys Abgang zu Siemens, aufgrund ihrer familiären und privaten Connection dorthin ist nicht nur fragwürdig, sondern vor allem bedenklich. Anscheinend wurde es ihr zu eng", vermutet der Freiheitliche.

Mit DDr. Regina Prehofer, der Aufsichtsratsvorsitzenden des KAV, kommt morgen eine weitere aussagekräftige Zeugin in die U-Kommission. "Prehofer ist als einflussreiche Multifunktionärin im roten Spektrum zu beschreiben", verweist Seidl auf ihr breites Tätigkeitsfeld. "Dass ihr als höchste Aufpasserin des KAV nichts an dem Skandal aufgefallen ist, ist entweder Dummheit oder aktive Mitarbeit beim Vertuschen. Als hochdotierte Funktionärin sollten allerdings beide Varianten ausgeschlossen sein", fasst der Freiheitliche zusammen. Für Seidl sind sowohl Wehsely als auch Prehofer wichtige Auskunftspersonen, denen zumindest eine Teilschuld am Milliardengrab zufällt. "Die vielen politischen Fehlentscheidungen werden den Steuerzahler weiterhin hunderte Millionen kosten. Deshalb haben die Wiener ein Recht darauf, alle Informationen zur Causa KH Nord zu bekommen", so Seidl abschließend. (Schluss)

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