Skip to main content
19. November 2020 | Gesundheit

Zahlentricksereien mit Spitalsbetten sind sofort zu unterbinden

FPÖ-Gesundheitssprecher Kaniak: "Wenn Versorgungssicherheit in Spitälern Grund für 'Lockdown' sein soll, dann ist es an der Zeit, diesen wieder zu beenden."

Jeden Tag kann man über das AGES-Dashboard Infektionszahlen und Hospitalisierungen beobachten. Dazu melden die Bundesländer ihre Anzahl der für Covid-19 reservierten Betten und der an der Infektion erkrankten Patienten in ebendiesen Betten an die Gesundheitsagentur. „Da es nach wie vor keine einheitliche Regelung des Bundes für diese Meldungen gibt, macht jedes Bundesland diese Meldung nach Gutdünken. Das Ergebnis dieser Planlosigkeit ist der zweite 'Lockdown', den wir gerade erleben müssen“, berichtete der freiheitliche Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak.

Neu-Infizierte schon seit 11. November rückläufig

„So waren zum Beispiel die sogenannten ‚neu identifizierten Fälle‘ laut Dashboard bereits seit ihrem Höchststand (9.231) vom 11. November stark rückläufig und lagen am 15. November bei 4.621 Fällen. Daraus die dringende Notwendigkeit eines harten 'Lockdown' und von Schulschließungen abzuleiten, grenzt eher an Zahlentrickserei als an fundierte Logik“, so Kaniak.

Wundersame Bettenvermehrung nach "Lockdown"

Auch die Auslastungssituation der Intensivstationen könne nicht als Argument herhalten, schließlich sei die Auslastung durch Covid-19-Patienten in Relation zur gesamten Bettenanzahl erst bei gut 20 Prozent. „Besonders auffällig ist, dass mit Beginn des 'Lockdown' plötzlich fast 300 intensivmedizinische Betreuungskapazitäten zusätzlich für Covid-19-Patienten ausgewiesen werden wie am Tag davor. Es scheint beinahe so, als ob die veröffentlichten Behandlungskapazitäten bewusst niedriger gehalten wurden, um den zweiten 'Lockdown' zu rechtfertigen“, fragt sich Kaniak.

Brauchen ehrliche und transparente Daten

Es sei höchste Zeit, das Zahlen-Chaos zu beenden und der Bevölkerung ehrliche und transparente Daten zu liefern, anstatt die Bürger mit überschießenden Maßnahmen in ihren Grundrechten zu beschränken. „Wenn auch nur ein geringer Teil der unzähligen Milliarden Euro, die die schwarz-grüne Regierung zur Kompensation der durch ihre eigenen falschen Maßnahmen entstandenen Schäden verwenden würde, um das Gesundheitswesen zu stärken und zusätzliches Personal zu finanzieren, wäre allen Menschen in unserem Land viel mehr geholfen!“, richtet Kaniak einen dringlichen Appell an ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz und die Minister Rudolf Anschober und Gernot Blümel.


© 2020 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.